Zahnarztpraxis - Kay Michael Adam
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Gesundheitsnews





Zahnärztliche Behandlung ist unabhängig von 3G-Regel
Zahnärztliche Behandlung ist unabhängig von 3G-Regel


Rechtsauffassung von BZÄK und KZBV

Eine zahnärztliche Behandlung steht für alle Patientinnen und Patienten zur Verfügung – auch solchen, die nicht gegen das Coronavirus geimpft oder darauf getestet sind. Nach Auffassung von Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV) kann daher die sogenannte 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet) in Zahnarztpraxen keine Anwendung finden. BZÄK und KZBV sehen keine gesetzliche Grundlage dafür, dass der Impfstatus oder ein aktueller Corona-Test von Patienten zur Bedingung für eine Behandlung gemacht wird.

(Zahn-)Medizinische Behandlungen gehören zur Grundversorgung der Bevölkerung. Patientinnen und Patienten müssen daher vor ihrer Behandlung in einer Zahnarztpraxis keinen entsprechenden 3G-Nachweis vorlegen – anders als zum Beispiel vielfach bei körpernahen Dienstleistungen, wie sie etwa Friseur- oder Kosmetiksalons anbieten.

Zahnärztinnen und Zahnärzte sind als Heilberuf zum Dienst an der Gesundheit der einzelnen Menschen und der Allgemeinheit verpflichtet. Es würde eben dieser Berufspflicht widersprechen, wenn die Behandlung von Patientinnen und Patienten willkürlich abgelehnt wird. Das wäre dann der Fall, wenn ganze Bevölkerungsgruppen – zum Beispiel Ungeimpfte oder nicht Getestete – von der Behandlung ausgeschlossen würden.

In der Zahnarztpraxis darf zwar der Impfstatus der Patientin oder des Patienten erfragt und auf Testangebote hingewiesen werden, ein Recht auf Behandlungsverweigerung kann daraus allerdings nicht abgeleitet werden. Durch die schon immer sehr umfassenden Hygienemaßnahmen in Zahnarztpraxen sind dort sowohl Behandelnde als auch die Patientenschaft nachweislich sehr gut vor der Übertragung von Infektionskrankheiten geschützt.

Unabhängig davon rufen BZÄK und KZBV alle Personen, die noch nicht gegen das Coronavirus geimpft sind, dazu auf, das flächendeckende Impfangebot in Deutschland zeitnah zu nutzen – die Impfung schütze nachweislich die eigene Gesundheit und die Gesundheit von Mitmenschen.




Ungeimpfte gefährden sich und ihre Mitmenschen
Ungeimpfte gefährden sich und ihre Mitmenschen


Zahnärzte unterstützen deutschlandweite Impfkampagne

Zahnärzte und ihre Mitarbeiter sind bei der Behandlung zwangsläufig Aerosolen ausgesetzt. Trotz umfangreicher Schutzmaßnahmen bleibt ein Restrisiko, sich bei der Berufsausübung zu infizieren.

Deshalb appellieren die Bayerische Landeszahnärztekammer und die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns eindringlich an alle noch Ungeimpften, sich jetzt für eine Corona-Schutzimpfung zu entscheiden. Sie unterstützen auch die deutschlandweite Impfkampagne #HierWirdGeimpft.

Angesichts steigender Inzidenz-Zahlen bietet nur eine Impfung wirksamen Schutz vor einer Infektion und einem schweren Krankheitsverlauf. Je mehr Menschen durch eine vollständige Corona-Impfung vor schweren Krankheitsverläufen geschützt sind, desto weniger Infizierte müssen im Krankenhaus (intensivmedizinisch) behandelt werden. Das entlastet das Gesundheitssystem.

Eine Impfung reduziert zudem das Risiko, das Coronavirus unwissentlich auf andere zu übertragen. Jeder Ungeimpfte gefährdet also nicht nur seine eigene Gesundheit, sondern auch die seiner Mitmenschen.

Die bayerischen Zahnärzte haben die zahnmedizinische Versorgung der Bevölkerung seit Beginn der Pandemie uneingeschränkt aufrechterhalten – auch als es noch keine Schutzimpfungen gab.

Bitte lassen Sie sich jetzt impfen und helfen Sie uns, damit wir Ihnen weiterhin optimal helfen können!




proDente kooperiert mit Special Olympics
proDente kooperiert mit Special Olympics


Die zahnmedizinische Behandlung von Menschen mit Handicap ist besonders anspruchsvoll.

proDente und Special Olympics Deutschland (SOD) arbeiten zukünftig bei Informationen rund um Zahngesundheit zusammen. SOD nutzt die geprüften Inhalte der Initiative proDente für die Plattform „Gesundheit leicht verstehen“. Umgekehrt veröffentlicht proDente die in Leichte Sprache transferierten und geprüften Texte für eine spezielle Landing Page barrierefrei.prodente.de. Darüber hinaus ist ein Animationsfilm über das Thema Zahnpflege mit einem Kommentar und Untertiteln in Leichter Sprache erschienen.

„Wir sind sehr glücklich, zukünftig als Partner von Special Olympics Deutschland zu arbeiten“, erklärt Dirk Kropp, Geschäftsführer der Initiative proDente e.V. „Die Übertragung unserer Inhalte in Leichte Sprache schult unseren Blick, für die Qualität unserer Inhalte und schärft die Sinne verständlich zu schreiben“, führt Kropp weiter aus.
Special Olympics

Special Olympics Deutschland (SOD) ist die deutsche Organisation der weltweit größten Sportbewegung für Menschen mit geistiger und/oder mehrfacher Behinderung. Als gefragter Partner für Inklusion von Menschen mit geistiger Behinderung engagiert sich SOD auch in verschiedenen Projekten zur Gesundheitsförderung und Prävention.

Dazu gehört die Plattform „Gesundheit leicht verstehen“, die umfangreiche Gesundheitsinformationen in Leichter Sprache zur Verfügung stellt. Hierbei werden barrierefreie und fachübergreifende Inhalte, Dokumente und Kontakte zum Thema Gesundheit für Menschen mit geistiger Behinderung, mit eingeschränkter Lesekompetenz oder auch eingeschränktem Sprachverständnis zugänglich gemacht. Die Inhalte werden in enger Zusammenarbeit mit der Expertise von Kooperations- und Netzwerkpartner*innen kontinuierlich ergänzt.